Woran erkenne ich trockene Augen?
Trockene Augen zeigen die unterschiedlichsten Krankheitszeichen (Symptome). Klassischerweise verspürt man ein Kratzen oder Stechen – das Gefühl Sand oder andere Fremdkörper im Auge zu haben. Ihre Augen brennen, sind gerötet und geschwollen. Ihre Lider sind morgens verklebt. Häufig werden auch müde Auge beschrieben, mit dem starken Wunsch, die Augen zu schließen. Betroffene berichten auch oft von einem starken Druckgefühl am Auge. Dieses ist wahrscheinlich auf den Stress zurückzuführen, unter dem die Lid- und Bindehautdrüsen stehen.
Auch wenn Ihre Augen scheinbar grundlos tränen, kann dies ein Anzeichen des sogenannten Sicca-Syndroms (Krankheitsbild des trockenen Auges) sein. Dieses „paradoxe Tränen“ entsteht, wenn die Tränenflüssigkeit zu dünn ist und sich schlecht über das Auge verteilt. Die Hornhaut wird zu trocken, woraufhin die Tränendrüsen mehr Flüssigkeit produzieren. Diese ist aber wiederum zu dünn und hält nicht auf dem Auge.
Eine verstärkte Lichtempfindlichkeit ist ein weiteres Symptom der geplagten Hornhaut. Häufig ist ihre Oberfläche dann bereits aufgeraut und wund, was sich auch in einer allgemeinen Sehverschlechterung äußern kann.
Diese Symptome treten besonders häufig bei Kontaktlinsenträgern auf und verstärken sich im Alter.
Warum habe ich trockene Augen?
Bildschirmarbeit (Office-Eye-Syndrome)
Häufige und lang andauernde Tätigkeiten vor dem Computer-Bildschirm sind Schwerstarbeit für unsere Augen: Der Lidschlag sinkt auf etwa 4 – 5 mal pro Minute. Dadurch kann es zu einer unregelmäßigen Befeuchtung der Horn- und Bindehaut kommen. Hinzu kommt in vielen Büros, dass die Monitore ungünstig stehen und sich störende Reflexe auf der Mattscheibe bilden. Zusätzlich sorgen die Klimaanlagen für ein zu trockenes Raumklima.
Zusammengenommen kann dies zu deutlichen Benetzungsstörungen der Augen führen: Das sogenannte „Office-Eye-Syndrome“ - eine Herausforderung für Patient und Augenarzt.
Um Ihre Augen zu entlasten, sollte Ihr Monitor etwas unterhalb der Augenhöhe und nicht im Gegenlicht stehen. Lüften Sie den Büroraum regelmäßig und sorgen Sie für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit. Sie schützen Ihre Augen, wenn Sie eventuell die Klimaanlage abschalten können. Auch das Nichtrauchen am Arbeitsplatz ist für Ihre Augen hilfreich.
Umweltbedingungen (Luftverschmutzung, UV-Strahlung, trockene Hitze, hohe Ozonwerte)
Die These, ob Umwelteinflüsse wie erhöhte Ozoneinwirkungen tatsächlich Ursache trockener Augen sein können, ist umstritten. Im Laborversuch zeigte sich jedoch, dass bereits nach fünf Minuten der Tränenfilm bei hohen Ozonwerten nur noch halb so stabil wie vor der Ozon-Einwirkung war. Auch Schadstoffe, Pollen, Rauch und Abgase, die aus der Luft ins Auge gelangen, schädigen den Tränenfilm.
Betroffene sollten bei Sonnenlicht Brillen mit UV-absorbierenden Gläsern und Seitenschutz tragen, wie sie zum Beispiel für Gletschertouren und zum Segeln empfohlen werden. Außerdem können künstliche Tränen helfen, ins Auge gelangte Schadstoffe auszuspülen. Gleichzeitig wird das Auge ausreichend befeuchtet. So steht einem unbeschwerten Sommertag im Freien nichts im Wege - trotz Pollenflug, hohen Ozonwerten, intensivem UV-Licht und starken Luftzug aus dem Autogebläse, die den Tränenfilm übermäßig reizen.
Trockene Augen im Flugzeug
Die wenigsten Menschen wissen, dass die geringe Luftfeuchtigkeit von nur 5 bis 10 Prozent im Flugzeug - besonders auf Langstreckenflügen - die Augen stark belastet. Ein Mangel an Tränenflüssigkeit lässt diese dann jucken, brennen und rot werden. Um diesen Beschwerden vorzubeugen, sollte man vor der Reise „künstliche Tränen“ in der Apotheke kaufen. Besonders Kontaktlinsenträger sollten die Linsen regelmäßig nach benetzen, um Probleme auf Langstreckenflügen zu vermeiden.
Hormonelle Veränderungen
In Deutschland leiden etwa fünf bis acht Millionen Menschen an trockenen Augen, wobei Frauen deutlich häufiger betroffen sind. Dass die weiblichen Hormone eine wichtige Rolle für Knochen, Haut, Herz und Kreislauf spielen, ist inzwischen bekannt. Östrogene und Gestagene können jedoch noch viel mehr: Gemeinsam mit anderen Faktoren sind sie auch für einen intakten Tränenfilm verantwortlich. Veränderungen im weiblichen Hormonhaushalt – hervorgerufen durch die Einnahme von Kontrazeptiva (empfängnisverhütende Mittel), eine Schwangerschaft, die Wechseljahre oder eine Hormonbehandlung in dieser Lebensphase – können daher die Bildung des Tränenfilms stören. Die Folge: Das Auge wird trockener. Auch in diesem Fall können „künstliche Tränen“ helfen.
Allgemeine Erkrankung
Ursache der trockenen Augen können allgemeine Erkrankungen wie Diabetes, Schilddrüsenerkrankungen oder Rheuma sein. Auch entzündliche Gefäßkrankheiten oder Hauterkrankungen wie Akne oder Neurodermitis können den Tränenfilm stören. Dieser kann ebenfalls durch die Einnahme bestimmter Medikamente wie Schlafmittel, Betablocker, Mittel gegen Allergien oder Psychopharmaka in seiner Funktion beeinträchtigt werden. Wir raten Ihnen zu einer genauen Diagnose bei Ihrem Augenarzt.
Kontaktlinsen
Gerade Kontaktlinsenträger sollten darauf achten, dass ihre Augen mit ausreichend Tränenflüssigkeit versorgt werden. Da die Hornhaut keine eigenen Blutgefäße besitzt, entnimmt sie den benötigten Sauerstoff vollständig aus der Tränenflüssigkeit. Darum müssen die Linsen im Tränenfilm schwimmen. Lägen sie direkt auf der Hornhaut, wäre deren Versorgung mit Sauerstoff andernfalls nicht gewährleistet.
Wer unter Trockenen Augen leidet, sollte sich bei der Auswahl der Kontaktlinsen von einem Experten beraten lassen. Achten Sie hierbei auf maßgebliche Eigenschaften hinsichtlich rascher Wasseraufnahme, langsamer Wasserabgabe sowie höchster Sauerstoffdurchlässigkeit. Wenn Sie mit Ihren jetzigen Kontaktlinsen Probleme haben sollten, können neben dem Wechsel der Linsen auch ein anderes Pflegesystem oder eine kürzere Tragezeit die Verträglichkeit wieder verbessern. Darüber hinaus lässt sich durch mehrfaches Nachbenetzen mit künstlichen Tränen genügend Tränenfilm für die Linsen herstellen. Kontaktlinsenträger sollten ausschließlich künstliche Tränen ohne Konservierungsmittel verwenden, um das Auge zu schonen.
Augenoperationen und LASIK
Bei der Kataraktoperation (Grauer Star) entsteht nur eine kleine Schnittwunde, die schnell verheilt. Diese kann jedoch den Tränenfilm irritieren und zu Symptomen des Trockenen Auges führen. Auch bei der operativen Korrektur von Fehlsichtigkeit mit der LASIK-Methode wird die Hornhaut durch das „Abschleifen“ stark beansprucht. Dies führt zu Entzündungsreaktionen und einem sehr starken trockenen Auge. Hier ist es empfehlenswert, eine Zeit lang eine Nachbehandlung mit unkonservierten künstlichen Tränen durchzuführen.
Wie kann ich trockene Augen behandeln?
Je nach Diagnose gibt es eine Reihe von Therapien für das trockene Auge. Zu den wichtigsten zählen: Die Verwendung von Tränenersatzmitteln („künstliche Tränen“), Maßnahmen zur Schonung und zum Schutz der Augen sowie das Beseitigen auslösender Faktoren. Generell erfordert das „trockene Auge“ eine langfristige, regelmäßige Behandlung.
Wie kann ich mich vor trockenen Augen schützen?
Die Symptome des Trockenen Auges sind sehr komplex. Daher ist die Behandlung zumeist schwierig und langwierig. Aber Sie können einiges tun, um positive Fortschritte zu erzielen.
So schützen und schonen Sie Ihre Augen:
- Um Ihre Augen vor UV-Licht, Luftzug und Schmutz zu schützen, sollten Sie v. a. beim Sport, in Verkehrsmitteln - auch in Flugzeugen - und klimatisierten Großraumbüros eine Brille tragen.
- Lüften Sie Räume in regelmäßigen Abständen und achten Sie auf eine ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit. Reinigen Sie Ihre Wohnung regelmäßig, da dadurch die Staub- und Allergenbelastung Ihrer Augen sinkt.
- Halten Sie sich wenig direkt neben Heizkörpern oder in klimatisierten Räumlichkeiten auf.
- Legen Sie v. a. bei Bildschirmarbeit regelmäßig Augenpausen oder Blinzelübungen ein. Um die Augen nicht so weit öffnen zu müssen, positionieren Sie Ihren Monitor so, dass Sie leicht hinunter- statt hinaufschauen.
- Schützen Sie sich vor Zigarettenrauch.
Achten Sie darüber hinaus auf Ihren Lebensstil:
Verbringen Sie viel Zeit an der frischen Luft. Seien Sie aktiv und betreiben Sie Sport. Versuchen Sie, Stress zu vermeiden. Schlafen Sie ausreichend, nur so können Sie Ihren Augen eine lange Ruhepause gönnen.
Auch Ihre Ernährung kann sich positiv auf Ihre Augen auswirken:
Ernähren Sie sich ausgewogen. Reichern Sie Ihren Ernährungsplan mit viel Gemüse und Omega-3 Fettsäuren an. Integrieren Sie Lebensmittel, die reich an Antioxidantien sind. Trinken Sie ausreichend und verzichten Sie - wenn möglich - auf Zigaretten und Alkohol.
Betreiben Sie Augen- und Lidhygiene:
Die Lidrandhygiene wurde ursprünglich speziell bei Lidrandentzündungen empfohlen. Mittlerweile wird sie aber auch immer häufiger beim klassischen trockenen Auge verwendet – mit teilweise vielversprechenden Resultaten. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, auf Augenkosmetika und Schminke weitestgehend zu verzichten. Kosmetika können den Tränenfilm negativ beeinflussen und Drüsen am Lidrand verstopfen.

Was ist der „Tränenfilm“?
Der aus drei Schichten bestehende Tränenfilm wird von den Meibomdrüsen der Augenlider (äußere Lipidschicht), der Tränendrüse (mittlere wässrige Schicht) und den Becherzellen der Bindehaut (innere Muzinschicht) gebildet.
Während die Muzinschicht dafür sorgt, dass der Tränenfilm auf der Augenoberfläche haften kann, verhindert die Lipid- oder Fettschicht, dass er zu schnell verdunstet. Die wässrige Schicht enthält Nährstoffe, Sauerstoff und immunologische Abwehrstoffe zur Versorgung der Hornhaut. Der Lidschlag befördert den Tränenfilm beim Schließen der Augenlider zu den Tränenpünktchen. Über diese fließt er durch den Tränenkanal in den Tränensack und von dort durch einen Verbindungsgang in die Nase ab. Gleichzeitig verteilt er beim Öffnen der Augenlider den neu gebildeten Tränenfilm gleichmäßig über die Augenoberfläche.
Tränen schützen das Auge vor Fremdkörpern, Bakterien und Viren. Sie ernähren die Hornhaut, versorgen sie mit Sauerstoff und dienen als Gleitmittel für die Augenlider. Der Tränenfilm gleicht Mikro-Unebenheiten der Hornhaut aus. Er erfüllt eine wichtige optische Funktion: Ohne den Tränenfilm wäre die Hornhaut trocken und nicht transparent.
Der nur 10 Mikrometer dünne Tränenfilm setzt sich aus unzähligen Komponenten zusammen; über 700 Substanzen wurden bereits analysiert. Die Regulierung dieses sehr empfindlichen Systems ist von vielen Faktoren abhängig: Neben der Anatomie und Funktion der Lider, spielen auch Hormone, Fettstoffwechsel, Hauttyp, Aufbau und Empfindlichkeit der Hornhaut eine wichtige Rolle. Altersveränderungen und chronische Krankheiten können zu weiteren Problemen führen.
Sind Aufbau und Zusammensetzung des Tränenfilms gestört, kann er seine Funktion nicht mehr richtig wahrnehmen: Die Augenoberfläche trocknet aus, die Hornhaut wird nicht mehr ausreichend ernährt und mit Sauerstoff versorgt. Darüber hinaus ist der Schutz vor Viren und Bakterien nur noch unzureichend vorhanden. Die Folgen für das Auge und das Augenlicht können ernst sein: Die Symptome (Krankheitszeichen) des Trockenen Auges, aber auch Infektionen, Allergien und Entzündungen können daraus resultieren.
Was ist „Tränenersatz“?
Zur Unterstützung und als Ersatz der natürlichen Tränenflüssigkeit gibt es Tränenersatzmittel, die die Symptome trockener Augen in den meisten Fällen deutlich lindern können. Künstliche Tränen sind den menschlichen Tränen sehr ähnlich und können bedenkenlos angewendet werden. Die Häufigkeit der Anwendung hängt dabei vom Schweregrad der Symptome ab. Nebenwirkungen werden nur sehr selten beobachtet. Die natürliche Tränenproduktion wird durch Tränenersatzmittel nicht beeinträchtigt.
Reichen herkömmliche Tränenersatzmittel nicht aus, um die Beschwerden zu lindern, können Lidrandhygiene (z. B. Blephasol, Blephagel) und feucht-warme Umschläge weitere Erleichterung bringen. Gesunde Lidränder produzieren auch einen gesunden Tränenfilm und schwächen so die Symptome gereizter, trockener Augen ab.
In jedem Fall sollten Sie einen Augenarzt aufsuchen, wenn die Beschwerden nach Anwendung von Tränenersatzmitteln nicht abklingen. Nur der Augenarzt verfügt über die Kenntnisse und die diagnostischen Möglichkeiten, die Ursachen Ihrer Beschwerden abzuklären und eine gezielte Therapie einzuleiten.
Ein gut verträgliches und wirksames Tränenersatzmittel enthält neben natürlichen oder naturidentischen Inhaltsstoffen keinerlei Konservierungsmittel oder Phosphate, da diese bei der Langzeitanwendung zu Veränderungen der Hornhaut führen können.
Mit 0,15% Hyaluronsäure bildet Hyabak® nicht nur einen homogenen (gleichmäßig aufgebauten), transparenten Film auf der Augenoberfläche. Gleichzeitig verbessert seine hohe Viskosität auch die Stabilität des Tränenfilms und dessen Haftung auf der Augenoberfläche. Zudem wird die Regeneration (Wiederherstellung) des Kornea (Hornhaut)- und Konjunktiva (Bindehaut)-Epithels (Deckgewebe) gefördert. Dank seiner einfachen Handhabung und einheitlichen Tropfengröße befeuchtet Hyabak® die Augen optimal und lindert die Symptome trockener Augen lang anhaltend. Hyabak® ist für alle Arten von Kontaktlinsen geeignet. Die praktische und preisgünstige 10 ml - Tropfflasche reicht für mehr als 300 Anwendungen. Sie ist nach Anbruch acht Wochen haltbar.
Hauptbestandteil von Thealoz® ist Trehalose. Diese natürliche Substanz besitzt sehr gute antioxidative, feuchtigkeitsspendende und schützende Eigenschaften und die Fähigkeit, die Zellmembranen zu stabilisieren. Dadurch schützt Thealoz® die Augenoberfläche effektiv vor Schäden durch Trockenheit, Hitze, Kälte, oxidativen Stress (Unterversorgung des Körpers mit Antioxidantien) und UV-Licht. Thealoz® steht in der patentierten Mehrdosis-ABAK-Flasche als unkonservierte Lösung zur Verfügung, die nach dem Öffnen acht Wochen verwendet werden kann. Es ist auch für Kontaktlinsenträger geeignet.